Wohnungsübergabe dokumentieren, damit die Kaution zurückkommt

Der Streit um die Kaution passiert nie beim Einzug. Er passiert ein bis fünf Jahre später beim Auszug — und dann entscheidet nur, wer etwas mit Datum vorlegen kann. Wer am ersten Tag zehn Minuten mit der Kamera verbracht hat, gewinnt diesen Streit. Wer nicht, zahlt meistens.

Wofür Vermieter tatsächlich einbehalten

Die Abzüge drehen sich fast immer um dieselben Punkte:

Fast alles davon läuft auf eine Frage hinaus: War das schon so? Normale Abnutzung darf nicht abgezogen werden, Beschädigung schon. Ohne datierte Nachweise verschwimmt dieser Unterschied zu der Frage, wer selbstsicherer auftritt.

Was ein belastbares Foto ausmacht

Fotos helfen nur, wenn sie drei Fragen beantworten:

1. Wann wurden sie gemacht? Ein Foto ohne Datum beweist nichts über den Zustand bei Übergabe. 2. Wo in der Wohnung? Eine Nahaufnahme eines Kratzers sagt nichts ohne eine Übersicht, die ihn im Raum verortet. 3. Ist es vollständig? Ein Protokoll mit drei fotografierten und zwei ausgelassenen Räumen lädt zur Nachfrage nach den zwei ein.

Praktisch heißt das: pro Raum eine Übersicht von der Tür aus, dann Nahaufnahmen von allem, was schon beschädigt ist. Zählerstände und das Innere des Backofens gehören dazu — die beiden Dinge, um die am häufigsten gestritten und die am seltensten fotografiert werden.

Die Auszugshälfte

Das Einzugsprotokoll ist deutlich mehr wert, wenn es ein passendes Auszugsprotokoll gibt. Dieselben Räume, dieselben Blickwinkel, dieselbe Reihenfolge. Zwei Serien, die zueinander passen, machen aus einer Meinungsfrage einen Vergleich — und über einen Vergleich kann eine Schlichtungsstelle oder ein Gericht tatsächlich entscheiden.

Mach die Auszugsfotos nach der Reinigung und vor der Schlüsselübergabe. Bilder mit deinen Kartons im Flur beweisen nichts über den Zustand des Bodens.

Schicken — und den Versand belegen

Was auch immer du erstellst: schick es dem Vermieter oder der Verwaltung zeitnah, nicht erst beim Auszug. Eine E-Mail mit dem Protokoll im Anhang, datiert auf die Übergabe, ist viel stärker als dieselben Fotos, die Jahre später auftauchen — denn sie zeigt, dass der Vermieter Gelegenheit zum Widerspruch hatte und sie nicht genutzt hat.

Was RoomProof macht

RoomProof macht daraus eine Checkliste: eine Struktur Raum für Raum, damit nichts ausgelassen wird, ein Datum auf jedem Foto, und ein Export, der alles in ein PDF zusammenfasst — ein Dokument zum Mailen statt zweihundert loser Bilder, die niemand öffnet.

Beide Hälften sind abgedeckt: das Einzugsprotokoll und das Auszugsprotokoll, damit du sie nebeneinanderlegen kannst, wenn es darauf ankommt.

Die Fotos bleiben auf deinem Gerät. Es gibt kein Konto, und nichts wird auf irgendeinen Server geladen — auch nicht auf unseren.

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